Tilgungshöhe und Laufzeit bei Bauzinsen

Die Höhe der vereinbarten Tilgung hat direkte Auswirkungen auf die Laufzeit der Hypothekenzinsen bei einer Baufinanzierung. Ein für Immobilienfinanzierungen übliches Annuitätendarlehen wird in gleich bleibenden Raten an den Kreditgeber zurückgezahlt, die Höhe dieser Raten setzt sich aus Zins und Tilgung zusammen. Eine niedrige Tilgungshöhe verlängert dabei automatisch die Darlehenslaufzeit, denn der Restwert des Kredites verringert sich entsprechend nur langsam. Bauherren sollten deshalb in Zeiten niedriger Hypothekenzinsen prüfen, ob eine hohe Tilgungsrate, eventuell sogar mit einer längeren Zinsbindung finanziell sinnvoll und tragbar ist, um die Laufzeit der Kredite für die Immobilienfinanzierung bis zu endgültigen Abzahlung möglichst gering und damit überschaubar und kostengünstig gestalten zu können, zum Beispiel mit einem Baufinanzierungsrechner.



Ein Beispiel: ein im Jahr 2007 aufgenommener Kredit für eine Baufinanzierung oder einen Immobilienerwerb in Höhe von 100.000 Euro setzt nach 5 Jahren eine Anschlussfinanzierung von ca. 94.500 Euro voraus, wenn mit nur einem Prozent getilgt wird. Falls die Kreditzinsen bis dahin um nur 2 Prozent gestiegen sein sollten – und das ist bei dem momentanen Zinstief nicht unwahrscheinlich – dann würde die monatliche Rate für den Anschlusskredit um fast 40 Prozent teurer werden, während die Kreditsumme an sich nur um 5.500 Euro reduziert wurde. Eine Erhöhung, die in vielen privaten Haushaltskassen schmerzhaft zu spüren sein dürfte. Sinnvoller wäre es, die Tilgung so zu erhöhen, dass bei der Anschlussfinanzierung nur noch ein geringerer Kreditbetrag nötig ist, dadurch wird auch die Laufzeit der Kredite insgesamt bis zu endgültigen Abzahlung erheblich verkürzt. Oder die momentan günstigen Bauzinsen mit einer Erhöhnung der Laufzeit langfristig zu sichern.